Vorstellung des Flyers “Goslar erfahren” – Wie barrierefrei ist Goslar?

„Goslar erfahren“ – Das war für Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne und Behindertenbeauftragten Axel Dietsch am Dienstag wortwörtlich Thema. „Über eine barrierefreie Stadt kann man stundenlang diskutieren. Viele Probleme werden aber erst greifbar, wenn man sie selbst erlebt. Deshalb haben wir Rollstühle genommen und rund drei Stunden die Stadt auf ihre Barrierefreiheit getestet“, berichtet Kühne.
Vier Rollstühle hat das Sanitätshaus Werner und Habermalz zur Verfügung gestellt. Patrik Werner und Oliver Barenthin haben die Aktion als Profis in Sachen Rehatechnik begleitet. Für die Rollstühle konnte Axel Dietsch Eveline Möller und Silke Paul gewinnen. Für Silke Paul war es als Gastronomin „besonders wichtig, zu erfahren, mit welchen Problemen Rollstuhlfahrer im Alltag in Goslar konfrontiert werden“, um so auch Barrierefreiheit in ihrem Restaurant umsetzen zu können. Eveline Möller ist als Verantwortliche für kulturelle Angelegenheiten im Schwiechelthaus oft mit Seniorinnen und Senioren mit Rollstühlen in der Innenstadt unterwegs.
“Die Straßen ohne ausreichenden Gehweg und der Markplatz könnten doch mit einen gut begehbaren Seitenstreifen aus großen Platten ausgebaut werden. Ähnlich wie das “Band der Geschichte” in der neu gepflasteren Innenstadt, nur eben praktikabler”, schlägt sie vor.
„Goslar hat mit seiner Altstadt und dem Weltkulturerbe-Status ganz besondere Herausforderungen, was die Möglichkeiten in Sachen Barrierefreiheit angeht. Viele Geschäftsinhaber haben mit Rampen oder auch speziellen Klingeln schon gute Lösungen geschaffen. An anderen Orten scheitert es an Kleinigkeiten, beispielsweise an einer ausreichenden Beschilderung für Rollstuhlfahrer aber auch Nutzern von Rollatoren und Kinderwagen. Hier gibt es noch viel zu tun, aber hier haben wir auch einen engen Austausch zwischen Axel Dietsch, Oberbürgermeister Oliver Junk und mir als Bundestagsabgeordnetem“, betont Roy Kühne.
Um weiter an diesem Thema zu arbeiten, ist ein Austausch mit Betroffenen geplant, sobald die Corona-Pandemie dies wieder zulässt.
 
Hintergrund der Aktion ist der neue, zusammen mit dem Goslar Marketing erschienene Flyer „Goslar Barrierefrei“. „Wie komme ich nach Goslar, wo kann ich parken, welche Wege sind auf dem teils schwierigen, historischen Pflaster die richtige Wahl? All das beantwortet der Flyer“, betont Roy Kühne. Auch rollstuhlgerechte Stadtführungen und Sehenswürdigkeiten sowie barrierefreie Toiletten sind in dem neu aufgelegten Druckprodukt, das bei der Goslar Touristik und im Rathaus kostenfrei erhältlich ist, Thema. „Menschen mit Behinderung haben es im Alltag schon schwer genug, deshalb darf es an guten, kompakten Informationen nicht scheitern“, so Axel Dietsch. Möglich gemacht haben den Flyer als Sponsoren die DAK Gesundheit Goslar um Norbert Schecke, das Sanitätshaus Werner & Habermalz um Patrik Werner, das Hotel Walpurgishof um Axel Bender und Bokelmann Reisen um Norbert Bokelmann.
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